Univ. Prof. Dr. Johanna Rolshoven

Bild, Wahrnehmung und Bewegung

Der Beitrag möchte, in einer phänomenologischen Annäherung, ergebnisoffene Überlegungen zu dem Verhältnis zwischen Bild und Bewegung anstellen. Es geht dabei nicht nur um Händyfilme, sondern v.a. um Fotografien, die sozialräumliche und naturräumliche Alltagssituationen erfassen. Insbesondere drei Formen von Bildern werden in den Blick genommen, um unterschiedliche Dimensionen von Bild und Bewegung zu betrachten: (1) Bewegte Bilder, (2) Bilder, die reale Bewegung festhalten und (3) technisch bedingte Illusionen von Bewegung des Statischen im Bild. Die fotografische Aufnahme von Bewegung treibt bisweilen wunderliche Blüten, die Imagination und Wahrnehmung herausfordern. Auf der Grundlage eigener Experimente möchte ich untersuchen, ob eine theoretische Verknüpfung der Visual Studies, der Technikkulturforschung und der Mobilities Studies hilft, Fotografie, Wahrnehmung und Bewegung als Phänomene einzufangen, die Wahrnehmung, Bewusstsein und Erinnerung im Alltag der späten Moderne prägen.

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